Case Study: Komplexes Rekruiting Projekt in der Kunststoffindustrie.

Kunde / Ausgangssituation

Die Kernkompetenz des Kunden, einem sehr erfolgreichen Unternehmen aus der Kunststoff-Industrie, ist die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung sogenannter Blends (Mischungen von Additiven) für andere Kunststoffunternehmen. Der Einsatz von Blends optimiert die Produktionsprozesse beim Kunststoffhersteller weil dadurch unter anderem Reinigungsprozesse und Maschinenstillstandzeiten entfallen. Häufig beauftragen Kunststoffhersteller auch die Entwicklung von Blends, die verbotene Additive ersetzen ohne die Produkteigenschaften als solche zu verändern. Das Unternehmen war Bestandteil eines großen deutschen Chemie-Konzerns, der im Zuge eines Carve-Outs an einen amerikanischen PE-Investors verkauft wurde.

Problem

Der Eigentümer-Übergang brachte das Unternehmen personell in eine schwierige Lage, da es dem amerikanischen PE Investor an internationaler Erfahrung und Know-how über die deutsche Kunststoff-Branche mangelte: Chemische Tarifverträge und umfangreiche Betriebsvereinbarungen des bisherigen Mutterkonzerns sollten durch einen zweiseitigen Vertrag ersetzt werden. Dies war den meisten Mitarbeitern suspekt. Da die Übernahmevereinbarung einen Sozialplan für das Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem Unternehmen vorsah und ihnen auch Vakanzen im bisherigen Mutterkonzern angeboten wurden, entschied sich ein Großteil der Mitarbeiter, das Unternehmen im Zuge des Besitzerwechsels zu verlassen. Damit verlor der Kunde praktisch über Nacht den gesamten Vertrieb, den Customer Service und weite Teile der Buchhaltung.

Lösung

Bei diesem Projekt war eine ideale Form des magischen Dreiecks von Qualität, Zeit und Kosten zu formen: Wir haben Kandidaten mit dem richtigen cultural fit gefunden, die alle Einstellungskriterien optimal erfüllten und dazu noch kurzfristig verfügbar waren, und haben das Projekt zu einem günstigen Paketpreis abgerechnet.

Nach einer Analyse der Ausgangssituation mit dem deutschen GF kamen wir zu folgender Empfehlung: Die Sachbearbeiter-Positionen im Customer Service und der Buchhaltung sollten kurzfristig über Leiharbeitsverträge besetzt werden. Dabei haben wir das Unternehmen erfolgreich unterstützt denn die meisten Leiharbeiter wurden anschließend übernommen. Die fünf Vertriebspositionen für Ingenieure, eine Position im Bereich R&D und die Stelle des Customer Service Managers konnten wir dann durch Direktansprache in Kombination mit Stellenanzeigen und Social Media Research besetzen.  

Ergebnis

Das Projekt wurde schnell und vor allem zur vollen Zufriedenheit vom deutschen GF und amerikanischen CEO abgeschlossen: Durch die treffende und dabei ausgesprochen schnelle Kandidatenauswahl konnte die brenzlige Situation des Unternehmens so gemeistert werden, dass nahezu keine Umsatzausfälle zu vermelden waren, seitens der Kunden kein Know-how Verlust bemerkt wurde und der Service-Level sogar erhöht wurde.