Case Study: Neustrukturierung der Organisation von Einkauf/Logistik/Supply Chain Management.

Kunde / Ausgangssituation

Der Auftrag kam von einem weltweit führenden Hersteller von Baustoffen mit über 40 unabhängigen Vertriebs- und Produktionsgesellschaften, der in den GUS-Staaten der größte Anbieter ist. Die Unternehmensgruppe war durch Zukäufe beständig gewachsen ohne dass Strukturen zur zentralen Koordination geschaffen wurden: Da unterschiedliche Informationssysteme genutzt wurden konnten Informationen nur unvollständig bereitgestellt werden. So gab es kein aktives Lieferanten-/Dienstleister-Management und trotz hohem Einkaufsvolumen keine unternehmensübergreifende Einkaufsstrategie. Das Personal im Bereich Einkauf/Logistik besaß teilweise nur rudimentäre Fachkenntnisse und der Veränderungswille im lokalen Management war wenig ausgeprägt.

Problem

Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, mussten die Einkaufspreise drastisch reduziert werden. Gleichzeitig galt es, die Verlässlichkeit der Lieferanten und Dienstleister zu steigern. Dies bedeutete, dass eine komplett neue Einkaufsstrategie formuliert und umgesetzt werden musste. Bei der ständigen Erweiterung der Unternehmensgruppe hatte es der Kunde versäumt Strukturen zu schaffen, die zentrale Steuerung ermöglichten. Um die notwendigen Maßnahmen intern durchzusetzen, mussten daher die Bereiche Einkauf/Logistik/Supply Chain Management neu organisiert werden. Da Themen wie unternehmensweite Planung, Steuerung und Kontrolle mit gruppenweiten Forecasts, aber auch Materialgruppenmanagement, Lead-Buyer-Konzept, Lieferanten- und Dienstleistermanagement bisher nicht adressiert wurden, musste das Verständnis für die wesentlichen Grundlagen in den Fachbereichen erst generiert werden.

Lösung

Grundlage des Projektes war eine umfassende Analyse: Wir führten Interviews mit den Verantwortlichen in den Gruppengesellschaften um Organisationsstruktur und Prozesse transparent zu machen. Um die Warenströme zu analysieren und eine gruppenweite Spend-Analyse (direct / indirect) zu erstellen, mussten Daten aus verschiedenen ERP-Systemen verarbeitet werden. Auf dieser Basis konnten wir Einsparpotenziale finden und Bündelungen vornehmen. Auch kritische Waren und Dienstleister konnten so identifiziert werden. Mit der Durchführung von Ausschreibungen wurden Kostensenkung und Erhöhung der Liefersicherheit ermöglicht.

Ergebnis

Es gelang unterschiedliche Management- und Denkstrukturen aufzulösen und durch eine Neustrukturierung der Organisation von Einkauf/Logistik/Supply Chain Management effiziente Abläufe zur wertschöpfenden Zusammenarbeit von Zentrale und bisher unabhängig agierenden Standorten zu schaffen.